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Es werden Posts vom April, 2025 angezeigt.

Hannah in Ostafrika - Kapitel 5: Die Odyssee

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Meine Reise neigte sich dem Ende zu und ich freute mich bereits wieder nach Kigali zu kommen. Die vergangenen Wochen waren aufregend gewesen und ich hatte viele spannende Erlebnisse gesammelt. Doch ich begann reise-müde zu werden, was ich besonders merkte, als ich an diesem einen Tag in Dar es Salam unterwegs war. Ich hatte vorgehabt ein bis zwei Tage länger dort zu verbringen, doch meine Motivation war auf Talfahrt und ich konnte mich nicht dazu durchringen mich über weitere mehr oder weniger kostspielige Aktivitäten zu informieren. Da ich den Spaß nicht erzwingen wollte, entschied ich mich also dafür, bereits Donnerstag einen Bus von Dar es Salam zu nehmen. Auf diese Weise hatte ich auch ein wenig mehr Zeit, falls es unterwegs zu Komplikationen kommen sollte. Da ich am Morgen des Rückreisetages mit einer mindestens 30-stündigen Fahrt rechnete - Umsteigen exklusive - und einen frühen Bus nach Kahama erwischen wollte, war es eine rasante Fahrt mit dem TucTuc zum Bus Terminal. Ich sch...

Hannah in Ostafrika - Kapitel 4: Dar es Salam

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Eigentlich glaubte ich, nichts über die Busfahrt zu meinem nächsten Stopp berichten zu müssen und mich zur Abwechslung einmal kurz fassen zu können. Ich schätze allerdings, dass ich vor dem Antritt meiner Reise einmal zu oft über liegen gebliebene Busse gescherzt hatte. Beinahe jede andere Person die ich kenne, die mit Bussen durch Tansania gereist ist, hat mindestens einmal die Erfahrung eines defekten Motors, kaputten Reifens oder irgendeines anderen Murks durchlebt. Nun war ich an der Reihe. Was jedoch ursprünglich als blöder Witz gemeint war, wurde auf meinem Weg von Mombasa nach Dar es Salam Wirklichkeit. Karma sieht einem eben immer über die Schulter und irgendwann schlägt sie zu. Der Beginn der Fahrt war ganz gut auszuhalten. Ich wollte zwar wach bleiben und die Landschaft genießen, doch Schlafmangel und das sanfte Ruckeln des Busses wiegten mich immer wieder in das Land der Träume. Zumindest halb, denn so richtig schlafen kann ich im Sitzen nicht, vor allem wenn sich der Sitz b...

Hannah in Ostafrika - Kapitel 3: Mombasa

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Für meine Reise gen Osten beschloss ich den Zug von Nairobi nach Mombasa zu nehmen. Diese Strecke sollte sehr schön sein, da sie durch einen Nationalpark führt und man unterwegs viele Tiere sehen könnte.  Das stimmte auch. Ich saß zwar auf der rechten Seite, die die meiste Zeit auf die Straße und andere menschengemachte Infrastrukturen blickte. Dennoch bemühten sich die Elefanten, Antilopen und Zebras nicht sonderlich darum sich zu verstecken. Auch der Zug selber war für meine Ansprüche relativ komfortabel. Die Sitze waren etwas hart, doch ich saß am Fenster und hatte zudem ausreichend Freiheit meine Stelzen in einem Salat aus Beinen an denen der mir gegenübersitzenden Familie vorbeizustrecken. Die Mutter, erschöpft von der Reise allein mit drei Kindern, schlief einen Großteil der Fahrt durch. Währenddessen begnügten sich ihre Bälger zunächst damit, zu versuchen ihr das Handy zu stibitzen und hatten - Benjamin Button-Style - im Laufe der Zeit immer mehr Energie, die sie in Form von...