Carpe Diem
Die Monate ziehen vorüber, wie Bäume am Straßenrand. Als säße ich in einem Auto und beobachte, wie die Welt an mir vorbeifliegt. Mein Kopf lehnt am Fenster und meine Augen beobachten die Szenerie, bis die Lider langsam schwer werden und ich in einen angenehmen Schlummer abdrifte. Darin bezwinge ich Vulkane, spreche in fremden Zungen, treibe Handel und beobachte, wie Leben auf kreativste Art und Weise jeglichen Herausforderungen trotzt. Ich erwache aus meinem Traum und sehe das Straßenschild, das die nächste Ausfahrt ankündigt. Mein Puls geht schneller und meine Hände und Füße beginnen zu kribbeln. Nervös schweifen meine Augen zur Fahrerin, die den Blick bestimmt auf die Straße vor uns gerichtet hat. Die Ausfahrt zieht an uns vorbei und wir setzen unseren Weg unbeirrt fort. Mein Herzschlag beruhigt sich wieder. Entspannter lehne ich mich zurück und fixiere nun mit Entschlossenheit den Weg, der vor mir liegt. Das vergangene halbe Jahr war ein einziger Fiebertraum. Nachdem sich der J...