Carpe Diem

Die Monate ziehen vorüber, wie Bäume am Straßenrand. Als säße ich in einem Auto und beobachte, wie die Welt an mir vorbeifliegt. Mein Kopf lehnt am Fenster und meine Augen beobachten die Szenerie, bis die Lider langsam schwer werden und ich in einen angenehmen Schlummer abdrifte. Darin bezwinge ich Vulkane, spreche in fremden Zungen, treibe Handel und beobachte, wie Leben auf kreativste Art und Weise jeglichen Herausforderungen trotzt. Ich erwache aus meinem Traum und sehe das Straßenschild, das die nächste Ausfahrt ankündigt. Mein Puls geht schneller und meine Hände und Füße beginnen zu kribbeln. Nervös schweifen meine Augen zur Fahrerin, die den Blick bestimmt auf die Straße vor uns gerichtet hat. Die Ausfahrt zieht an uns vorbei und wir setzen unseren Weg unbeirrt fort. Mein Herzschlag beruhigt sich wieder. Entspannter lehne ich mich zurück und fixiere nun mit Entschlossenheit den Weg, der vor mir liegt. 

Das vergangene halbe Jahr war ein einziger Fiebertraum. Nachdem sich der Jahrzehnte-alte Konflikt im Ostkongo zu Beginn des Jahres kritisch zugespitzt hatte, wurde erst kürzlich, Ende Juni, ein Friedensabkommen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda geschlossen. Vermittelt vom Orangen-Mann, der dadurch Zugang zu wertvollen Bodenschätzen erhält, soll dieser Deal die kämpferischen Handlungen einstellen, in der Hoffnung, damit den lang ersehnten Frieden für die betroffenen Menschen der Region zu bringen. Ich selbst bin ebenfalls Anfang des Jahres in Ruanda gelandet und habe mich mit der Zeit sehr gut in Kigali eingelebt. Ich habe gute Freundschaften geschlossen, viel über eine andere Kultur gelernt und auch auf der Arbeit kann ich meine Fähigkeiten nach anfänglichen Startschwierigkeiten mittlerweile gut einbringen. 

Jetzt geht der Juli zuende und damit auch die Zeit vieler Freiwilliger in Ruanda. Heute Abend haben wir meine Mitfreiwilligen von Volunta, Thomas und Helena, am Flughafen verabschiedet. Auch für mich wäre der Abschied nun gekommen gewesen. Nach frühen Zweifeln, ausgiebiger Reflexion und Planung, sowie langem und nervenaufreibendem Warten, steht jedoch seit Mitte Juni fest: Für mich ist dieses Kapitel noch nicht beendet. Zu viele Seiten des Buches sind noch leer und warten darauf, beschrieben zu werden. Doch was war es genau, das mich letztendlich zu der Entscheidung bewegt hat, ein ganzes Jahr länger in Ruanda zu bleiben?

Entscheidungsfindung und Zukunftsplanung

Die erste Saat keimte schon Ende Februar, beziehungsweise Anfang März. Bekanntschaften wandelten sich in Freundschaften und in den tiefsten Furchen meines Gehirns begann sich der Sprössling einer Idee ans Tageslicht zu kämpfen, den ich zu diesem Zeitpunkt noch zu ersticken versuchte. Stattdessen drückte er sich mehr und mehr aus dem Unterbewusstsein in meine Großhirnrinde, bis er in einem Moment der Heiterkeit das erste Mal über meine Lippen schlüpfte. Von da an nahm der Gedanke mehr und mehr Gestalt an. Mit Fatma reflektierte ich auf einer langen Wanderung erstmals offen über meine Optionen, informierte meine Koordinatorin bei der Jumelage, sowie die Direktorin und meine Mentorin in Deutschland. Ende April fasste ich mir schließlich ein Herz und beauftragte letztere, den Antrag auf Verlängerung bei Volunta - meiner Entsendeorganisation - in die Wege zu leiten. Dank unserer wunderbaren Bürokratie, dauerte es auch nur zwei Monate des Bangens und Wartens, bevor ich am Freitag dem 13. Juni endlich die offizielle Bestätigung erhielt.

Ich würde lügen zu sagen, dass die Freundschaften und das Leben, das ich mir hier außerhalb von der Arbeit aufgebaut habe, keinen Einfluss auf meine Entscheidung hatten. In jedem Fall war mein Beschluss durch sie sehr parteiisch geprägt. Allerdings gab es andere Faktoren, die ausschlaggebend waren, um festzustellen, dass eine Verlängerung der sinnvolle Weg war.

Zum ersten hat sich meine Einarbeitungsphase in der Jumelage sehr lange hinausgezögert und erst nach meinem Urlaub, Ende April, fingen die Dinge auf der Arbeit an, mehr ins Rollen zu kommen. Aktuell starten wir zudem einige neue, auch größere, Projekte, an denen ich gerne und mit Leidenschaft mitarbeiten kann. Es würde sich falsch anfühlen, das Ganze zu beginnen und dann wieder zu verschwinden und einer neuen Person meine Arbeit zu überlassen. Jane sagte mir auch, sie sei sehr froh, dass ich noch bleiben würde, da wir gemeinsam an besagten Projekten arbeiten. Ich weiß mittlerweile, was unsere Aufgaben sind und stecke insbesondere bei den neueren Unternehmungen bis zum Hals mit drin. Nun eine neue Person einzuarbeiten, falls sich überhaupt jemand gefunden hätte, würde die Projekte in ihrer Umsetzung zurückwerfen und Jane noch mehr belasten. Es ist grundsätzlich nur vorteilhaft für die Jumelage, eine bereits erfahrenere Person zu haben, die sowohl das Land, als auch die Arbeit kennt. Auch der neue Freiwillige, der Anfang August als Thomas' Nachfolger beginnen wird, kann möglicherweise davon profitieren.

Als nächsten relevanten Punkt muss ich meine akademische Weiterbildung berücksichtigen. Ich habe bereits ein abgeschlossenes Grundstudium im Bereich Natur und Technik. Das hat jedoch leider nicht viel mit den Aufgaben zu tun, die ich in der Jumelage erledige, sodass ich in meinem Fachgebiet keine praktischen Erfahrungen sammeln kann, während ich hier bin. Zum anderen bietet mir dieser Bachelor allein nicht genug Fachwissen, um bereits damit in die Arbeitswelt einzusteigen. Den Beginn meines Masterstudiums um ein Jahr zu verschieben, war dementsprechend die schwierigste Überwindung für mich. Doch schon bei der Erstellung von Bewerbungen für das kommende Wintersemester habe ich festgestellt, dass ich nach wie vor unentschlossen bin, in welche Richtung ich mich genau spezialisieren möchte. Ich habe einige Ideen, doch fehlen mir teilweise die Expertise in gewissen Bereichen oder vereinzelt auch Credit Points (ECTS) in bestimmten Fächern, ohne die ich in einem Studiengang nicht angenommen werden kann. Um mir also auch hier bessere Chancen in der Zukunft ermöglichen zu können, werde ich mir in den kommenden Semestern Online-Kurse in verschiedenen Modulen aussuchen, um mich so vor dem Start eines Masters akademisch bereits ein wenig weiterzubilden.

Die Karikatur von Freiwilligendiensten

Mir ist bewusst, dass es viele Leute gibt, die Freiwilligendienste kritisch beäugen. Junge Möchtegern Akademiker, dunkelgrün hinter den Ohren, aber mit Abitur und Papas Stipendium in der Tasche. Gen-Z Influencer, die jetzt mal die Welt erkunden möchten, um mit ihrer Online-Community zu teilen, wie sie armen Menschen in Dritte-Welt-Ländern zu einem besseren Leben verhelfen. Dabei arbeiten sie dann anstrengende fünf Wochenstunden und müssen anschließend die müden Knochen den Rest der Woche am Strand in der Sonne ausruhen. Es ist schließlich wichtig, eine gesunde Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten und sich nicht kaputt zu schuften, bevor man nach diesem wilden Abenteuer das BWL-Studium an der Privat-Uni beginnt. Steuergelder helfen diesen jungen Menschen dabei, ihre Träume zu verwirklichen und sich selbst zu finden. 

Ich behaupte, damit ein akkurates Bild des oder der klassischen Freiwilligen im Ausland gezeichnet zu haben. Und das ist natürlich vollkommener Quatsch. Erstens ist Ruanda ein Binnenstaat ohne Zugang zum Meer. Das heißt, ich habe hier keinen Strand, an dem ich meine müden Knochen brutzeln könnte - mal ganz von meiner Solarphobie abgesehen. Zweitens ist es unfair, solche Vorurteile zu pauschalisieren, da es genug Organisationen für Freiwilligendienste gibt, die sich darum bemühen, durch ihre Programme den kulturellen Austausch und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu fördern. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich hier in meinem Blog die Arbeit zwar immer wieder erwähne. Wenn du mich jedoch noch nicht persönlich darauf angesprochen hast, dann weißt du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, was diese Arbeit beinhaltet und was genau ich hier tue. Ich kann also niemandem vorwerfen, ein negatives Bild von Freiwilligendiensten zu haben, wenn ich selbst nicht dazu beitrage, meine Arbeit für Unbeteiligte transparenter zu machen. Also, lehne dich zurück, mach es dir bequem und genieße den Projektbericht:

Die Jumelage ist eine Grassroot-Organisation. Ein Partnerschaftskoordinationsbüro zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda, mit Sitz in Kigali, welches auf lokaler Ebene Entwicklungsprojekte fördert. Partner in beiden Ländern können durch Kooperation Wissen austauschen, einander lehren und voneinander lernen. Deutsche Partner unterstützen Projekte in Ruanda meist finanziell. Von den Geldern kann dann in Ruanda beispielsweise Infrastruktur in lokalen Kommunen ausgebaut werden, Trainingsausrüstung für Sportvereine gekauft, oder Fortbildungen für Lehrer organisiert und abgehalten werden. Partnerschaften zu koordinieren beinhaltet eine ganze Bandbreite an Aufgabenbereichen. Wir bei der Jumelage erleichtern Kommunikation zwischen Partnervereinen, -schulen, -kommunen, beraten bei Projekten und unterstützen bei Anträgen, Projektumsetzung und Finanzabwicklungen. Dafür klebt unsere Nase nicht nur am Bildschirm, sondern wir haben viele Exkursionen und sind im ganzen Land unterwegs, um uns ein genaues Bild der Situation zu machen und den Partnern die bestmögliche Hilfe anbieten zu können.

Ich persönlich arbeite im Social Department, gemeinsam mit Jane, meiner Mentorin, slash Supervisorin. Wir arbeiten vorwiegend mit benachteiligten Randgruppen auf dem Land, wie auch in städtischen Gebieten. Dazu gehören Kooperativen von Frauen, Genozid-Überlebenden oder durch gesellschaftliche Stigmata belastete Gruppen wie HIV-Infizierte Menschen oder körperlich oder geistig beeinträchtigte Kinder. Wir unterstützen Arbeitsgruppen von Farmern oder Schneidern bei Projekten durch die Bereitstellung von Materialien, sowie Kapazitätsaufbau und Weiterbildungsmaßnamen. Zu unseren Partnern gehört außerdem das Sugira-Network. Ein Netzwerk aus Zentren für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche in Ruanda und Deutschland. Gemeinsam arbeiten sie daran, dass den Schwächsten in der Gesellschaft nicht nur geholfen wird, sondern sie auch von ihren Familien und Nachbarn akzeptiert werden, alles unter dem Motto "Disability means not Inability".

Im Regelfall kommen Partner mit Anliegen zu uns und bitten um Unterstützung. Daraufhin besuchen wir sie, schauen uns die dargestellte Situation an und entwickeln gemeinsam einen Projektplan, der das Problem im besten Fall bei den Wurzeln packt. Manchmal haben wir auch eigene Ideen, wie wir ein bestehendes Defizit angehen können. Ein neues Projekt, für welches wir gerade am Grundgerüst herumschrauben, soll inklusiven Sport und Sport für beeinträchtigte Kinder an unseren Partnerzentren fördern. Hierfür habe ich in den vergangenen Wochen Umfragen erstellt, um zu erfahren, wie der derzeitige Status quo an den Zentren ist. Wie viel körperliche Aktivität bekommen die Kinder? Welche Art von Sport wird angeboten? Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Und so weiter und sofort... Wir haben mit einem Spezialisten gesprochen, der viele Jahre bei Special Olympics tätig war und mit dem wir dieses Monster-Vorhaben gemeinsam aufziehen möchten. 

Neben meinen Hauptaufgaben im Social Department, habe ich auch noch bei Projekten zwischen meinem Heimatdorf Kallstadt und seinem Partnerdistrikt Rutsiro meine Finger im Spiel. Rutsiro ist eine traumhaft schöne Region, die sich im Westen Ruandas bis zu den Ufern des Kivusees erstreckt. Leider wissen nicht viele Menschen, sogar in Ruanda selber, von ihrer Schönheit. Das ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die meisten Straßen in Rutsiro schlecht befahrbar sind, wenn man nicht ein sehr robustes und duldsames Gefährt besitzt. Gemeinsam arbeitet der Distrikt mit Kallstadt daran, sanften Tourismus im Gebiet auszubauen. Was bedeutet "sanft"? Naja, ich würde behaupten alles was kein Massentourismus ist, kann als sanft durchgehen. Durch die Schaffung eines neuen Einkommenssektors, soll der ländlichen Bevölkerung mit neuen Arbeitsplätzen geholfen werden.

Ein zentrales Projekt, an dem derzeit gearbeitet wird, zirkuliert um das Bitenga Basecamp im Biosphärenreservat Gishwati-Mukura. Als Camp für Wanderreisende, bietet es nicht nur Schutz für die Nacht, sondern ein komplettes Erlebnis ruandischer Land-Kultur. Von lokalem Essen, über Spiele, Musik und Tanz, bis zu Nachstellungen von Arbeitsalltag und Zeremonien, wird einem hier alles geboten. Bei meinen Besuchen in Rutsiro war ich mit meinen Kollegen und den Partnern der leitenden Kooperative Ejo Heza, viel wandern. Wir erkunden das Gebiet, tracken neue Wanderwege und informieren uns in Zusammenarbeit mit dem RDB (Rwanda Development Board) darüber, wie wir den Tourismus, unter Berücksichting der Erhaltung von Natur, fördern können.

Zudem planen wir aktuell den Aufbau von Infrastruktur, der nicht nur die Wasserversorgung des Basecamps, sondern auch des anliegenden Dorfes und seiner Schule sicherstellen soll. Überdies habe ich bei meinem letzten Besuch verschiedene landwirtschaftliche Betriebe besucht. Ein zukünftiges Projekt soll darauf abziehlen, durch geführte Touren diese Betriebe ebenfalls für Besucher der Region zu öffnen. Ich bin grundsätzlich kein Freund von Tourismus - auch wenn ich einen Großteil meines Lebens selber dazu beitrage. Doch ich sehe, wie leidenschaftlich alle Beteiligten an den Projekten mitarbeiten,  insbesondere in Rutsiro selbst. Gleichzeitig sind sie doch immer darauf bedach, bei dem ganzen Vorhaben die Natur nicht außen vorzulassen. Aus diesem Grund unterstütze ich sie gerne dabei, soweit es mir mit meinen begränzten Fähigkeiten möglich ist. Für mehr Einblicke ins Bitenga Basecamp, schau gerne mal in den Artikel zu meinem ersten Besuch in Rutsiro: Rwanda - Igihugu Cy'imisozi Igihumbi: Biosphärenreservat Gishwati-Mukura.

Carpe Diem

Wenn es darum geht, mich zu entscheiden, was es heute zum Abendessen geben soll, falle ich in ein tiefes Loch der Verzweiflung, versuche mich erfolglos an Pro- und Kontralisten für dieses oder gegen jenes Gericht festzuklammern, bis es dann schließlich schon wieder Zeit fürs Frühstück ist. Der Beschluss, meinen Aufenthalt in Ruanda zu verlängern, fiel mir hingegen nicht schwer und mir war schnell klar, dass dies der Weg für mich sein soll. Trotzdem habe ich diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen. Letztendlich war es meine Erfahrung, die das letzte Wort hatte und die ist insbesondere von den vergangenen zehn Jahren geprägt.

Vor kurzem hatte ich zehnjähriges Jubiläum von etwas, das ich ab jetzt ganz gerne meinen "Survival Day" nenne. Viele meiner Leser und Leserinnen, die mich kennen, wissen es. Andere haben es damals selbst mitbekommen und mich im Krankenhaus besucht, nachdem ich am 21. Juli 2015 beim Überqueren der Landstraße von einem Lieferwagen umgekegelt wurde. Damals wie heute, hatte ich nie das Gefühl gehabt, dass dieser Unfall ein solch einschneidendes Ereignis in meinem Leben war, wie es wohl eigentlich sein sollte. Ich hatte, glücklicherweise, keine bleibenden Schäden davongetragen und mein Leben im Anschluss weitergeführt wie zuvor. Es dauerte zehn Jahre und eine erzwungene Reflexion aufgrund des zweistelligen Jahrestages, bis mir klar wurde, dass mein Leben seit dem überhaupt nicht mehr war wie zuvor. Ich befreite mich von toxischen Scheinfreundschaften und begann mich auf wesentlichere Dinge zu konzentrieren. Ich marschierte durch die Oberstufe, absolvierte mein Abitur und verbrachte ein Jahr in Neuseeland. Daraufhin begann ich mein Studium während einer globalen Pandemie, arbeitete sechs Monate in Grönland, davon drei Wochen auf einem Forschungsschiff im arktischen Ozean und beendete meinen Bachelor mit einer Arbeit, die mein Professor in einem wissenschaftlichen Journal veröffentlichen möchte. Es war Zeit für einen Tapetenwechsel und wieder reiste ich aus, um meine Erfahrungen in einem weniger naturwissenschaftlichen und mehr sozialen Bereich zu erweitern. So landete ich also in Ruanda und stehe nun hier an einer neuen Weggabelung. 

Zehn Jahre nachdem ich einem wesentlich tragischeren Schicksal knapp von der Schippe gesprungen war. Zehn Jahre voller Leben, voller Chancen und Träume, von denen ich nie geglaubt hätte, sie könnten jemals mehr sein als das. Ich sage ich bin schlecht darin Entscheidungen zu treffen, doch das ist vielleicht nicht ganz richtig. Denn die letzten zehn Jahre beweisen, dass ich mich niemals schlecht entschieden habe. Ich weiß nicht, was morgen passiert. Doch ich weiß, dass ich heute die richtige Wahl getroffen habe. 

Es ist nicht einfach zu schreiben und dabei die Masse an verschiedenen Hintergründen und Meinungen aller Leser und Leserinnen zu berücksichtigen. Ich sehe es in meiner Verantwortung und bemühe mich immer so neutral, transparent und aufgeschlossen wie möglich über meine Erfahrungen in Ruanda zu berichten. Doch auch ich bin ein subjektives Wesen, mit meinen eigenen Ansichten, Werten und Normen, geprägt von meinem Umfeld wie jeder andere Mensch auch. Konstruktive Kritik ist daher essentiell, um Fehler zu erkennen, mein eigenes Verständnis zu verbessern und dir einen sichereren Raum zum Lesen bieten zu können.

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