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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil III)

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Das ist der letzte Teil meiner kleinen Mini-Serie unerzählter Geschichten aus meiner Zeit in Ruanda. Teil I und II kannst du nachträglich hier noch lesen:  Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil I) ,  Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil II) . Anders als Teil zwei ist dieser hier etwas leichter in der Stimmung, auch wenn mir diese Geschichten manchmal mehr Kopfschmerzen bereitet haben als alles andere, teils ohne guten Grund. Das gesagt, sollte man besonders die erste Geschichte mit Vorsicht genießen. Ich spreche hier über meine eigene, subjektive Erfahrung, inklusive meines voreingenommenen Frusts über manche Dinge, die man nicht aus dem Zusammenhang reißen sollte. Ich möchte hier niemanden persönlich angreifen, weshalb ich Namen auf Anfangsbuchstaben reduziert habe. Das vorausgeschickt, steigen wir ein und beenden diese außergewöhnlichen neunzehn Monate in Ruanda mit ein paar guten Geschichten. Viel Spaß beim ...

Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil II)

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Willkommen zurück zu Teil zwei der unerzählten Geschichten aus meiner Zeit in Ruanda. Falls du den ersten Teil verpasst hast, kannst du ihn über diesen Link finden: Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil I) . Dieser Teil deckt ein paar schwerere Themen ab, die ich absichtlich nicht oft anspreche. Nicht, weil ich damit nicht klarkomme oder irgendein Trauma mit mir herumschleppe. Es ist eher ein Stimmungskiller, der einfach nicht in normale Alltagsgespräche passt, weshalb ich es mir leichter mache und einfach nicht darüber rede. Aber das hier ist ein freier Raum für Gedanken und Geschichten und auch wenn sie diesmal etwas schwerere Kost sind, sind sie trotzdem sehr vielschichtig, komplex und sagen eine Menge über unsere Gesellschaft aus. Also mach dich bereit, hol dir eine Tasse Tee und lass dich darauf ein. Was Filme nicht zeigen Wir waren auf einem Feldbesuch in die Eastern Province unterwegs. Meine Kollegen Richard und Jane saßen vorne, während ich die ...

Herz Afrikas - Unerzählte Geschichten meiner Abenteuer in Ruanda (Teil I)

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Wieder geht ein Kapitel zu Ende. Eigentlich sollte es nur ein paar Seiten lang werden, so eine Art Übergang zum nächsten Abschnitt. Stattdessen ist es explodiert und zu einer ganz eigenen Handlung geworden, mit fesselnden Abenteuern, spannenden Herausforderungen und großartigen Charakteren. Herz Afrikas ist ein Titel, den sich mehr als ein Land auf die Fahne schreibt und ich habe nur einen Bruchteil des ganzen Kontinents gesehen. Ein Herz steht für Wärme und Emotionen, für Liebe und Vitalität. Es nährt und es hält durch und es schlägt durch jede Not, jede Herausforderung, jeden Erfolg hindurch. Es ist ständig in Bewegung und ich kann mit Überzeugung sagen, dass Ruanda diesen Titel absolut verdient. Mein eigenes Herz ist schwer, wenn ich daran denke, diesen Ort verlassen zu müssen. Als ich meinen Dienst verlängert habe, kam mir ein Jahr so lang vor. Es fühlte sich an, als würde es ewig dauern. Aber alles hat irgendwann ein Ende, und mir war in dem Moment, in dem ich mich für die Verläng...

God's Plan V - Titanic's Roots

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Wir sprangen den Berg am westlichen Stadtrand von Kigali hinunter. Es war ein schöner sonniger Tag, an dem sich die Wandergruppe „Steps to Wellness“ aufmachte, um den Kanyinya-Wanderweg hinter Nyabugogo zu erkunden. Doch das war nichts Besonderes. Tatsächlich unternahm die Gruppe jeden Sonntag Wanderungen in und um Kigali, und jeden Sonntag strahlte die Sonne. In der zweiten Hälfte der Wandertour an diesem Tag folgten wir einem sanften Abstieg über Felsen und Äste. Schlanke Bäume ragten hoch empor, ließen das Licht durch, spendeten aber dennoch genügend Schatten, sodass wir auf den trockenen Steinen und dem mit Ästen und Blättern bedeckten Sand nicht kochten. Neugierige Äffchen kletterten von den hohen Bäumen herab, die uns umgaben, in der Hoffnung, jemand aus der Gruppe würde ihnen ein Stück Banane oder einen Keks geben. Ich hielt gelegentlich an, um den Verband an meinem Knie zurechtzuzupfen. Die Gruppe hatte oben auf dem Berg eine Pause eingelegt, wo sie auf einem betonierten Basket...

Igisoro - Das Spiel das Kühe schützt und Kultur stützt

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Igisoro ist ein strategisches Brettspiel, das tief in der ruandischen Kultur verwurzelt ist. Es besteht aus einem Brett mit 32 Mulden, angeordnet in vier Reihen und acht Spalten. In den meisten Fällen ist das Brett aus Holz. Zwei Personen spielen gegeneinander, jede besetzt zwei Reihen von Mulden auf ihrer jeweiligen Seite des Bretts. Zu Beginn des Spiels sind die inneren beiden Reihen jeweils mit vier Steinen oder Pflanzensamen pro Mulde gefüllt, die Inka genannt werden (Deutsch: Kühe). Sie „Kühe" zu nennen, ist nicht willkürlich, denn Kühe sind ein integraler Bestandteil der ruandischen Kultur und symbolisieren Wohlstand und Einheit. Für das Spiel selbst ist es wichtig, dass man seine Kühe in Sicherheit bringt und sie um jeden Preis beschützt. Das Spiel beginnt damit, dass beide Spieler alle Inka aus einer ihrer eigenen Mulden nehmen und sie gegen den Uhrzeigersinn aussäen, wobei sie in jede Mulde ihrer beiden eigenen Reihen einen Samen fallen lassen. Wenn der letzte in eine Mul...

Rennen durch den Dschungel - Im Geist der Titanic

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Laufen. Wahrscheinlich die günstigste und meist unterschätzte Sportart, die es gibt. Man kann es praktisch überall machen: Man kann um sein Haus herum laufen, die Straße rauf und runter, durch die Stadt, in ein Auto rein, über Felder und durch den Wald. Abgesehen vom ersten habe ich alles bereits ausprobiert und das umsonst. Man muss nicht ins Fitnessstudio, muss keine teure Ausrüstung kaufen, muss keinen Berg hochklettern. Man schnürt einfach seine Laufschuhe an und los geht's. Komplett kostenlos. Komplett langweilig. Für die längste Zeit war das insgeheim meine Meinung, auch wenn ich das Laufen immer verteidigt und behauptet habe, wie toll es ist und wie man sich einfach Musik in die Ohren schiebt und die Landschaft um sich herum genießt. Aber die Wahrheit ist, ich habe es nur verteidigt, weil es gutes Training für mich war und ich mich danach gut gefühlt habe. Die Realität ist jedoch, dass Langstreckenlaufen wehtut. Die Musik kann einen nicht von den brennenden Muskeln und stech...