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Es werden Posts vom März, 2025 angezeigt.

Ausbruch

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Diese Woche ist wieder Umuganda. In diesem Zusammenhang fand vergangenen Mittwoch der nächste Teil des von Prosper für die Freiwilligen der Jumelage organisierten kulturellen Workshops statt. Doch dir heute davon zu erzählen, was ich Neues dazugelernt habe, fühlt sich nicht ganz richtig an, schließlich habe ich selber noch nicht daran teilgenommen. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, den bereits geschriebenen Artikel vorerst zwischenzulagern, bis ich einmal an dieser Tradition teilhaben konnte. Ich muss gestehen, es ist auf Dauer nicht einfach spannende und vor allem sinnvolle Inhalte zu generieren, über die ich hier jede Woche berichten kann. Das soll nicht heißen, dass hier nichts Interessantes passiert, oder ich nichts dazulerne. Doch so aufregend das Leben in einem fremden Land auch sein mag, letztendlich führt man hier eben auch nur denselben, oder zumindest ähnlichen Alltag wie in Deutschland. Ich könnte dir natürlich jede Woche aufs Neue erzählen, dass ich am Dienstag eine we...

Biosphärenreservat Gishwati-Mukura

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Ich habe Brood gefunden! Nein, das ist kein Rechtschreibfehler, sondern ein Bäcker an einer Tankstelle in Remera, Kigali. Und ob man es glaubt oder nicht, diese Bäckerei mit dem Namen Brood hat sehr gute Waren. Ich war begeistert von dem Vollkornbrot, welches ich mir dort besorgt habe. Auf allen Reisen, die ich bisher ins Ausland unternommen habe, war das gute deutsche Brot immer eine der Dinge, die ich am meisten vermisste. Mit dieser Bäckerei ist Ruanda nun für mich offiziell das erste Land, außer Deutschland, in dem vernünftiges Brot gebacken wird (auch wenn es in Supermärkten hier auch ganz gutes Brot gibt). Das ist den kleinen Umweg von der Arbeit nach Hause doch alle mal wert!  Am darauffolgenden Tag diente mir diese wunderbare Backware als stabile Verpflegung unterwegs auf dem Trip zur Demonstration School for the Deaf in Nyabihu. Diese kleine Schule für hörgeschädigte Jugendliche, hat insgesamt 64 Schülerinnen und Schüler, verteilt auf sechs Klassen der Primary School und e...

Lasset die Spiele beginnen!

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Du bist auf dem Weg von Südafrika nach Vietnam, als dein Flugzeug abstürzt. Gemeinsam mit einigen anderen Überlebenden findest du dich auf einer einsamen Insel irgendwo im Indischen Ozean wieder. Einen Teil der sich an Bord befindlichen Lebensmittel habt ihr retten können, doch der Vorrat ist begrenzt. Auch Wasser ist knapp, weshalb ihr euch bald auf die Suche begeben müsst, wenn ihr überleben wollt. Doch ihr müsst vorsichtig sein. Die Pflanzen, die auf der Insel wachsen, sind euch unbekannt und es laufen sonderbare Tiere im Wald herum. Euer Ziel ist es, lange genug am Leben zu bleiben, damit die Suchtrupps euch finden und von der Insel evakuieren können. Doch die Situation wird zusätzlich erschwert, wenn die Ausgangsbedingungen für Spielteilnehmer und -teilnehmerinnen nicht die gleichen sind.  Gesundheit Deine Leben werden je nach Geschlecht von einer unterschiedlichen Anzahl an Herzen angezeigt. Männer beginnen mit 6 Herzen, Frauen haben am Anfang 3 Herzen. Alle fünf Minuten verl...

God's Plan - Titanic

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Im Chaos findet sich natürliche Ordnung und es passiert nichts ohne Grund. Gibt es so etwas wie Schicksal und einen vorgefertigten Plan für das Leben eines Menschen? Diese Frage finde ich schwer zu beantworten, doch es fällt mir schwer zu glauben, dass es für jede Person nur diese eine gerade Linie gibt. In meiner Vorstellung denke ich gerne an verschiedene Wege, die sich im Laufe eines Lebens verzweigen, trennen und wieder zusammenführen. Es gibt Dinge, die kann ein Mensch kontrollieren. An Knotenpunkten dieser verzweigten Wegführung kann ein Individuum sich für einen der Pfade entscheiden und in Abhängigkeit davon unterschiedliche Erfahrungen machen. Auf dem Pfad, den eine Person einschlägt, werden einem jedoch auch immer Dinge widerfahren, die man nicht kontrollieren kann. Schließlich leben wir in ständigem Kontakt mit unserer Umwelt und manches liegt einfach nicht in der Macht der Sterblichen. Was jedoch in unserer Macht liegt ist, wie wir mit dem umgehen, das uns begegnet und wie ...

Freiwilligendienste und interkulturelle Erfahrungen

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Nun sind es bald schon zwei Monate, die ich in Ruanda verbracht habe. Der Februar fühlte sich wesentlich kürzer an als der Januar. Das könnte zum einen daran liegen, dass er schlicht weniger Tage hat. Zum anderen habe ich jedoch das Gefühl, je länger ich hier bin, desto mehr nimmt die Zeit an Fahrt auf und beginnt mit exponentiell steigender Geschwindigkeit an mir vorbeizuziehen. Es stand nun die Woche für das Zwischenseminar des Freiwilligendienstes an.  Die vergangene Woche habe ich mit einer Gruppe anderer Freiwilliger aus Deutschland in Kibuye verbracht. Unsere Unterkunft war das Home Saint Jean, welches traumhaft auf einem der grünen Hügel thront und über den Kivu See wacht. Von der Terasse des Restaurants fällt der Blick direkt auf ein großes weißes Anwesen, welches mich sehr an ein Märchenschloss, ähnlich dem Schloss Neuschwanstein, erinnert. Diese Festung wirkt ein wenig surreal in einem Land, welches doch geographisch so fern der Heimat liegt.  Die Gegend um Kib...